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Von der Schulung bis zur Lagebesprechung: Der Alltag in der Pflegeberatung ist vielfältig. © Jugend am Werk Steiermark / Miriam Raneburger

Pflegeberatung: Zusammenarbeiten und Zeit nehmen

Jugend am Werk begleitet steiermarkweit Menschen mit Behinderung im Tages-, Wohn- und mobilen Bereich. Pflegeleistungen spielen dabei eine immer größere Rolle. Mit einem neu aufgesetzten Beratungssystem will das Unternehmen fit für die Zukunft werden.

„Pflege ist ein Beziehungsprozess, dementsprechend nehme ich mir dafür viel Zeit. Im Gespräch mit den Kund*innen und ihren Begleiter*innen schauen wir, was schon gut läuft und wo noch nachgebessert werden muss. Auch die Pflegeziele werden gemeinsam festgelegt“, beschreibt Daniela Reiner. Sie ist als Pflegebeauftragte bei Jugend am Werk für die Regionen Obersteiermark (West und Ost) sowie Liezen tätig und plant, koordiniert und überwacht die Betreuungsabläufe. 

Neuer Schwerpunkt

Ihre Funktion gibt es erst seit kurzem: Um Menschen mit Behinderung künftig besser und passgenauer begleiten zu können, hat Jugend am Werk Steiermark im Pflegebereich stark aufgestockt. „Es ist kein Geheimnis, dass die Anforderungen in der Pflege zunehmend vielfältiger und komplexer werden“, so Manfred Öttl, Geschäftsbereichsleiter für Wohnen und Mobile Angebot bei Jugend am Werk. „Umso wichtiger ist es uns, Mitarbeitende in der Begleitung von Menschen mit Behinderung bestmöglich durch Expert*innen zu unterstützen.“

Das Unternehmen setzt deshalb einen klaren Schwerpunkt auf Pflege und Gesundheit von Menschen mit Behinderung: „Bei Jugend am Werk haben wir erkannt, dass wir die Schnittstellen zwischen Pflege und pädagogischer Begleitung nicht ignorieren dürfen. Deshalb haben wir hier eine eigene Projektleitung definiert, die sich ausschließlich mit dem Bereich Pflege für Menschen mit Behinderung beschäftigt und innovativ in die Zukunft schaut “, so Öttl. Zusätzlich zur Projektleitung wurden im vergangenen Jahr auch Stellen für Pflegebeauftragte – wie Daniela Reiner – und regionale Pflegeberatung geschaffen. 

Pflege trifft Pädagogik 

Das neue System bringt Vorteile für alle Seiten: Die Mitarbeitenden, die Menschen mit Behinderung vor Ort begleiten, können auf zusätzliches Wissen zurückgreifen. Die Kund*innen bekommen dafür hochwertige und individuell zugeschnittene Pflegeleistungen. „An unseren Standorten arbeiten künftig verschiedene Berufsfelder aus dem Sozialbereich noch enger zusammen, um Menschen mit Behinderung bestmöglich zu begleiten“, sagt Öttl. „So stellen wir sicher, dass unsere Kund*innen ihr Leben nach eigenen Vorstellungen gelingend gestalten können.“

Das empfindet Daniela Reiner als sehr bereichernd: „Als Pflegebeauftragte bin ich Teil eines multiprofessionellen Teams und bestärke Menschen mit Behinderung darin, ihr Leben aktiv in die Hand zu nehmen. Dazu gehört zum Beispiel, dass unsere Kund*innen alles, was sie selbst tun können, auch selbst tun und dafür den nötigen Raum bekommen.“

Flexibel begleiten

Aktuell begleitet Reiner unterschiedliche Jugend am Werk-Standorte in der Obersteiermark, berät die Begleiter*innen bei Pflegefragen und führt auch Schulungen durch. „Mein Aufgabenbereich reicht von der Überprüfung des Pflegeprozesses bis zu gemeinsamen Lagebesprechungen am Standort. Einen „klassischen“ Arbeitstag gibt es bei mir nicht.“ Bevor sie zu Jugend am Werk gekommen ist, hat Reiner im Akutbereich gearbeitet und genießt jetzt die freie Zeiteinteilung: „Ich kann meine Arbeitszeit flexibel planen und Termine direkt mit den Teams abstimmen. Wochenend- und Nachtdienste fallen in der Regel nicht an.“ 

Fachunterstützung mit Wirkung 

Das Pflegeberatungssystem sei eine zentrale Unterstützung für die Mitarbeitenden, die bei Jugend am Werk täglich Menschen mit Behinderung begleiten, schließt Öttl. „So können wir die pflegerische Begleitung unserer Kund*innen kontinuierlich verbessern und sind auch auf künftige Herausforderungen deutlich besser vorbereitet.“