Neue Dienstleistung inservice präsentiert

Neue Dienstleistung inservice präsentiert

Mit inservice gibt es im gesamten Bezirk Murtal ab sofort eine neue Sozialdienstleistung, die sich vor allem an ältere Menschen richtet. Kleinere Arbeiten nichtgewerblicher Art (kleine Reparaturen im und ums Haus/die Wohnung, Garten- und Winterdienst, Begleitung bei Behördenwegen, Unterstützung bei Internet und Handy etc.) werden schnell, unkompliziert und kostengünstig erledigt. Mit 11 Euro pro (angefangener) Stunde ist das Angebot für alle Interessierten leistbar. Weg- und Anfahrtszeiten werden NICHT verrechnet. Natürlich kann die Leistung auch in Form von Gutscheinen verschenkt werden.

Die kommunale Sozialdienstleistung ist durch die Unterstützung aller Gemeinden im Rahmen des Sozialhilfeverbandes Murtal möglich. Die Leistungen werden im Auftrag des AMS als gemeinnütziges Beschäftigungsprojekt von Jugend am Werk Steiermark umgesetzt und vom Land Steiermark (Sozialressort) mitfinanziert.

Aus der Sicht der Älteren geht es um eine Erhöhung ihrer Lebensqualität durch Erleichterungen im Alltag, die auch dazu führen soll, dass sie länger eigenständig leben können, statt auf eine stationäre Versorgung angewiesen zu sein. Aus arbeitsmarktpolitischer Sicht bietet inservice vor allem von Langzeitarbeitslosigkeit Betroffenen die Chance, über Transitarbeit wieder in den regulären Arbeitsmarkt eingegliedert zu werden. Das Projekt leistet somit sowohl für das Leben in den Gemeinden als auch für den Arbeitsmarkt einen wertvollen sozialpolitischen Beitrag und ist eine Win-win-Situation für die gesamte Region!

Soziallandesrat Siegfried Schrittwieser: inservice ist ein wichtiges Beschäftigungsprojekt für Menschen, die am schwierigen Arbeitsmarkt keine Chance haben, denn Arbeit ist nicht nur Einkommen, sondern auch Integration in unsere Gesellschaft. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ist die Unterstützung eines solchen Projektes wichtig. Es können Hilfsdienste und niederschwellige Dienste angeboten werden.Im Murtal sind wir nun einen Schritt voraus, die MitarbeiterInnen werden von Berufs- und Sozialpädagogen begleitet, und es werden Vermittlungshemmnisse abgebaut. Im Laufe des kommenden Jahres sollen 15 bis 20 Personen Beschäftigung finden.

Jugend am Werk Geschäftsführer Walerich Berger: Unsere neue Dienstleistung  soll keine Konkurrenz zu ansässigen Gewerbebetrieben darstellen, vielmehr wird mit diesen kooperiert. Die MitarbeiterInnen, die direkt bei Jugend am Werk angestellt sind, werden so kurz als möglich und solange als nötig beschäftigt. inservice bietet diesen Menschen, die auf Arbeitssuche sind, die Möglichkeit, über einen Transitarbeitsplatz wieder langfristig in den  Arbeitsmarkt integriert zu werden. Das Projekt wird zu einem großen Teil über das AMS, über den Sozialhilfeverband Murtal und das Land Steiermark sowie aus eigener Erwirtschaftung finanziert.  Besonders erfreulich ist, dass es bereits Anfragen aus anderen Bezirken gibt.

Sozialhilfeverband-Obmann Ewald Peer: Die Bürgermeister im Bezirk Murtal haben Weitblick bewiesen, als sie nach anfänglicher Skepsis der Unterstützung  des Projektes zugestimmt haben. Alle 38 Gemeinden im Bezirk ziehen an einem Strang, und die BürgerInnen profitieren vom Angebot niederschwelliger Dienste. Die Idee ist genial.

AMS Knittelfeld Geschäftsstellenleiter Robert Kalbschedl: Das AMS war von Anfang an in das Projekt eingebunden, und wir sind stolz, das im Bezirk Murtal umsetzen zu können. inservice ist eine Bereicherung im Dienstleistungssektor. Die Unterstützungen werden zudem zu einem Preis angeboten, den man sich mit 11 Euro pro angefangener Stunde jedenfalls leisten kann. Das AMS hat hier die Möglichkeit, gemeinsam mit Jugend am Werk Menschen zu beschäftigen, die sonst am 1. Arbeitsmarkt keine Chance hätten. Das Zusatzangebot von begleitenden Schulungen in Fragen der Sicherheit oder EDV sind eine perfekte Abrundung. Das Interesse der Arbeitssuchenden war enorm.

Vize-Bürgermeister Knittelfeld Gerald Schmid: Diese Dienstleistung ist ein weiterer Meilenstein für Menschen, die in den eigenen vier Wänden leben wollen. inservice ist eine tolle Hilfe für die Bevölkerung-  und zwar in der gesamten Region: von Hohentauern bis Knittelfeld. Da keine Anfahrts- und Rückfahrtswege verrechnet werden, ist wirklich der gesamte Bezirk eingebunden. Die Kraft dieses Projektes kommt hier aus der Region.

 

Bildunterschrift: Ewald Peer (Obmann Sozialhilfeverband Murtal), Siegfried Schrittwieser (Soziallandesrat), Walerich Berger (Geschäftsführer Jugend am Werk Steiermark), Robert Kalbschedl (Geschäftsstellenleiter AMS Knittelfeld), Gerald Schmid (Vizebürgermeister Knittelfeld, von links).

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