Kunst und Keks mit vielen Besuchern

Kunst und Keks mit vielen Besuchern

Die Künstlerinnen und Künstler der Malwerkstatt Graz haben einen Tag lang zu "Kunst und Keks" in ihr Atelier geladen. Viele Interessierte nahmen diese besondere Gelegenheit wahr, das Atelier bei Keksen und Punsch kennen zu lernen, die Werke zu genießen und natürlich auch persönlich mit den KünstlerInnen zu sprechen. Darunter auch die Grazer Vizebürgermeisterin Martina Schröck, die einmal mehr von der hohen Qualität der Bilder und Kunstwerke beeindruckt war.

Derzeit sind in der Malwerkstatt Graz elf KünstlerInnen. Vier von ihnen sind bereits etabliert und haben sich in der „Art Brut“ (wörtlich übersetzt: rohe Kunst) einen Namen gemacht. Für die KünstlerInnen ist das Malen in der Malwerkstatt kein Hobby oder Zeitvertreib und auch keine „Beschäftigungstherapie“, sondern intensive Arbeit mit Art Brut.

Die Künstlerinnen sind am Erlös ihrer Arbeit beteiligt, was Unabhängigkeit und Anerkennung bedeutet. Ihr Beruf ist gleichzeitig „Berufung“ und verleiht Sicherheit und Selbstbewusstsein für den Alltag. Die Arbeiten der KünstlerInnen werden im Rahmen von erfolgreichen Ausstellungen einer breiten Öffentlichkeit gezeigt und zum Verkauf angeboten. Nicht jeder Mensch mit Behinderung bringt „automatisch“ jene Fähigkeiten und Talente mit, die Art Brut auszeichnen.

Die Malwerkstatt Graz von Jugend am Werk Steiermark gibt es seit 1992, seit 2010 ist sie im „Wakonig“-Haus am Andreas-Hofer-Platz 5/2 untergebracht. Diese zentrale Innenstadtlage unterstreicht eine wichtige Zielsetzung von Jugend am Werk - nämlich im direkten Wohn- und Lebensumfeld der KundInnen  und zugleich auch immer „Mitten in der Gesellschaft“ zu sein.  So kann Inklusion (gleichberechtigte Teilhabe aller) unmittelbar gelebt werden.

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