„Housing First“ nun auch in Graz

„Housing First“ nun auch in Graz

Vizebürgermeisterin Martina Schröck und JaW-Geschäftsführer Walerich Berger präsentierten heute ein völlig neues Konzept für Frauen in Wohnnot.

„Housing First“ ist ein neuer Ansatz in der Sozialarbeit und wird in den USA bereits seit Jahren erfolgreich umgesetzt. Nun startet das Projekt auf Initiative von Vizebürgermeisterin und Sozialstadträtin Martina Schröck auch in Graz. Trägerverein ist Jugend am Werk Steiermark.

Ziel des Projektes ist es, Frauen in Wohnnot wieder ein langfristiges, eigenes zu Hause und ein selbstständiges Leben zu ermöglichen. Sozialstadträtin Martina Schröck: „Bei Wohnraum für ihn Not geratene Frauen haben wir in Graz leider einen großen Engpass. Die Wartelisten für eine Gemeindewohnung sind lang und Einrichtungen wie das Frauenhaus immer voll. Aus rechtlichen Gründen müssen die Frauen außerdem spätestens nach sechs Monaten wieder aus dem Frauenhaus ausziehen.“  

Mit „Housing First“ gibt es nun eine neue Perspektive. Gestartet wird mit insgesamt zehn Wohnungen, die über den gesamten Stadtraum verteilt sind. Die Wohnungen werden von den Frauen gemietet, sie müssen auch selbst für alle Kosten aufkommen. „Damit das möglich ist, sind die Wohnungen natürlich leistbar. Im Schnitt kosten sie inklusive Nebenkosten 300 bis 400 Euro“, so Sozialamtsleiter Gernot Wippel.

„Unabhängig davon, wie komplex die Probleme der Betroffenen sind, der erste Schritt ist eine eigene Wohnung. Auf das aufbauend kann alles andere gelöst werden,“ weiß Jugend am Werk Geschäftsführer Walerich Berger. Bei Bedarf erhalten die Frauen durch Jugend am Werk flexible und passgenaue Unterstützung. Ziel dieser mobilen Betreuung ist es, die Frauen so schnell wie möglich wieder an ein gutes, selbstständiges Leben heranzuführen.

 

Bildunterschrift: Vizebürgermeisterin und Sozialstadträtin Martina Schröck öffnet Frauen in Wohnnot neue Möglichkeiten.

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