Eröffnung Werkstätten Knittelfeld

Eröffnung Werkstätten Knittelfeld

Landeshauptmann Mag. Franz Voves und Landeshauptmann-Stellvertreter Siegfried Schrittwieser haben am 16. September offiziell den Um-,  Aus- und Zubau der Jugend am Werk-Werkstätten in Knittelfeld eröffnet.

Mehr als 200 Eltern, Angehörige und Ehrengäste feierten die Eröffnung des Um- und Zubaues der Jugend am Werk Zweigstelle in Knittelfeld. Diese zählt zu den ältesten JaW-Zweigstellen der Steiermark, sie wurde bereits 1949 gegründet. Seither ist viel passiert. „Die Zweigstelle und ihre Menschen waren immer in Bewegung. Jetzt, nach dem abgeschlossenen Um-, Aus- und Zubau, erfolgt der nächste große Schritt. Wir entfalten uns. Nicht nur räumlich. Wir entfalten uns auf allen Ebenen. Wir sehen die Werkstätten Knittelfeld als offenen Arbeits- und Lebensraum für unterschiedliche Menschen und als weiteren wichtigen Baustein für eine inklusive Gesellschaft“, so Zweigstellenleiterin Claudia Weiss.

Jugend am Werk investierte am Standort Knittelfeld  rund 1,6 Millionen Euro, das Land Steiermark beteiligte sich mit einer außerordentlichen Förderung an den Baukosten. Der in die Jahre gekommene Altbestand wurde generalüberholt und um eine moderne Küche sowie Sanitäreinrichtungen wie ein Pflegebad erweitert. „Ein Kraftakt in Zeiten, wo öffentliche Gelder rar sind und gespart werden muss. Aber nur so können wir auch in Zukunft bestmögliche Bedingungen für jene Menschen bieten, die ohnehin schon mit Benachteiligungen zu kämpfen haben“, erklärte Jugend am Werk-Aufsichtsratsvorsitzende Dr.in Anna Rieder. Neben der Sanierung des Altbestandes wurde auch ein  Zubau errichtet, der 55 Menschen mit Behinderungen auf zwei Etagen moderne, ihren Bedürfnissen entsprechende Rahmenbedingungen bietet.

Bei der Eröffnung waren neben zahlreichen weiteren Ehrengästen aus Politik und Wirtschaft  sowohl Landeshauptmann Franz Voves als auch Landeshauptmann Stv. und Soziallandesrat Siegfried Schrittwieser persönlich anwesend. Landeshauptmann Franz Voves zeigte sich von der Schau, bei der die JaW-KundInnen der Zweigstelle Knittelfeld ihre Produkte  und Dienstleistungen von Holzarbeiten bis zum Bügelservice präsentierten, „tief bewegt“ und betonte die Wichtigkeit von Solidarität in der Gesellschaft. „Die Steiermark ist ein soziales Land. Natürlich brauchen wir auch Gelder für den sozialen Bereich“, so der Landeshauptmann. Die Reformpartnerschaft ebne langfristig den Weg dafür. Ganz kurzfristig überraschte  der Landeshauptmann  Zweigstellenleiterin Claudia Weiss mit einer finanziellen Unterstützung für die Einrichtung eines speziellen Therapieraumes.

Landeshauptmann-Stellvertreter und Soziallandesrat Siegfried Schrittwieser betonte unter anderem die Wichtigkeit von „Sicherheit im Leben“ und hob die engagierte und wichtige Arbeit der JaW-MitarbeiterInnen hervor. „Diese sind nicht nur bestens ausgebildet, sondern gehen auch mit sehr viel  Herz an die Arbeit. Ich werde auch in Zukunft immer danach trachten, dass die Rahmenbedingungen für diese schwere Arbeit passen“, so der Landesrat. Der Knittelfelder Bürgermeister Siegfried Schafarik freute sich über den gelungenen Um – und Ausbau der Zweigstelle und sagte. „ Eine Gesellschaft wird daran gemessen, wie sie mit ihren Schwächsten umgeht. Wir sind froh, dass es Jugend am Werk in Knittelfeld gibt.“

Die beiden Jugend am Werk-Geschäftsführer Walerich Berger und Walter Ferk baten Landeshauptmann Franz Voves schließlich, seinen Namen auf einer Baumscheibe einzubrennen, auf der bereits die genauen Daten der Eröffnung standen. Der Landeshauptmann kam diesem Wunsch gerne nach (siehe Foto).

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